Mehr Respekt für Rettungskräfte

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Februar 2020

Polizei und Rettungskräfte sehen sich immer öfter Übergriffen ausgesetzt und werden bei ihrer Arbeit angefeindet. Insgesamt wurden im Jahr 2018 – wie das Innenministerium im Juli bekanntgegeben hat – in Bayern 17.367 Polizeibeamte beleidigt, bespuckt, bedroht, geschlagen oder verletzt. Die meisten Fälle hätten sich nachts, an Wochenenden und in größeren Städten ereignet, hieß es.

Ich habe im August 2019 einen Antrag im Münchner Stadtrat gestellt, dass dieser besorgniserregenden Entwicklung mit Hilfe einer Kampagne entgegengewirkt werden muss. Dadurch soll zum einen die Arbeit von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften in München gewürdigt werden, zum anderen soll aber auch die Wertschätzung für deren Leistungen in der Öffentlichkeit gesteigert werden. München hat hier als Landeshauptstadt eine besondere Verantwortung. Dieser soll mit einer solchen Kampagne Rechnung getragen werden.

Dieser Antrag wurde nun im Januar vom SPD-geführten Kreisverwaltungsreferat (KVR) abgelehnt – mit der Begründung, das KVR sei aktuell schon ausgelastet mit einer Kampagne zur Kommunalwahl und einer Image-Kampagne für die Fußball-Europameisterschaft.

Zum einen muss das KVR einer Millionenmetropole in der Lage sein, mehrerer Kampagnen parallel zu betreuen, zum anderen hätte aber auch nichts dagegen gesprochen, mit der Kampagne für unsere Rettungskräfte bis nach der Kommunalwahl zu warten. Das KVR wollte nur schlicht nicht. Und die anderen Parteien wollten auch nicht.

Lesen Sie hier einen Artikel in der AZ: Angriffe auf Retter

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