COVID 19

Aktuelles

13.03.2020

Das Corona-Virus beherrscht derzeit das komplette Leben, nicht nur in München. Einschneidende Maßnahmen im Sinne des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) müssen schnellstens getroffen werden, um die Ausbreitung noch verlangsamen zu können. Um die Verunsicherung in der Bevölkerung einzudämmen, braucht es eindeutige und klare Vorgaben, hier muss die Politik Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen.

(Wenn Sie genau wissen wollen, was an diesem Virus so gefährlich ist, dann lesen Sie bitte unten die Anmerkung)

Für Montag wurde die Schließung der Schulen angeordnet. Ein überfälliger Schritt. Wir fordern dies schon lange. Auch wenn es Eltern kleiner Kinder vor große Herausforderungen stellt. Aber wir stehen vor einer sehr schwierigen Zeit und je schneller gehandelt wird, umso eher werden wir diese Herausforderungen bewältigt haben.

Der Oberbürgermeister und die Regierung aus CSU und SPD haben sich in den letzten Wochen nicht mit Ruhm bekleckert. Weder gab es klare Ansagen, beruhigende Worte oder wirksame Entscheidungen. Der Oberbürgermeister ist abgetaucht und hat die Entscheidungen der Landesregierung abgewartet. München als Millionenmetropole hätte aber schneller handeln müssen!

Wir – die Bayernpartei – haben dies mehrfach gefordert.

Jetzt heißt es aber zusammenstehen! Jeder einzelne muss mithelfen die Ausbreitung zu verhindern. Sie können Essen gehen, halten Sie aber Abstand zum Tischnachbar. Desinfizieren Sie sich nach der Nutzung der U-Bahn die Hände. Waschen Sie sich als erstes die Hände wenn Sie nach Hause oder ins Büro kommen. Erklären Sie den Großeltern die Gefahr. Erklären Sie den Jugendlichen die Problematik: Es besteht für Kinder und Jugendliche überhaupt kein individuelles Risiko. Es geht aber für das Kollektiv, für die Allgemeinheit, von diesem Virus eine große Gefahr aus.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Angehörigen alles Gute für die nächsten Wochen.

Andre Wächter

Anmerkung:

Viele Leute wundern sich, warum man Covid 19 so viel aggressiver bekämpft als die Grippe – obwohl beide Krankheiten ähnlich sind. 

Kurz gesagt: 

Das Sars-CoV-2 ist ein komplett neues Virus. Bisher war noch niemand damit infiziert, niemand hat einen Immunschutz. Das heißt, alle können sich anstecken, und wer sich ansteckt, kriegt die Krankheit voll ab. Zusätzlich gibt es weder Medikamente noch Impfung, mit denen man gefährdete Gruppen schützen kann. Bei der saisonalen Grippe zum Beispiel sind große Teile des medizinischen Personals in der Klinik und ein großer Teil der Bevölkerung geimpft.

Es kursieren noch die unterschiedlichsten Zahlen, je nach Zeitung oder Talk-Show. Im Best Case geht man im Moment von einer Sterblichkeitsrate von 0,7 aus. Das hört sich wenig an, ist es aber nicht. Die aktuellen Schätzungen liegen zwischen 100.000 und 400.000 Toten (in den nächsten Jahren). Nur in Deutschland. Und es trifft vor allem alte, kranke Menschen (v.a. Männer). Sollte sich das Virus zu schnell verbreiten, dann wird unser Gesundheitssystem unweigerlich kollabieren.

Unser Gesundheitssystem kollabiert, wenn zu viele Menschen in zu kurzer Zeit eine intensive Betreuung in den Krankenhäusern benötigen (So haben wir im Moment nur und 20.000 Intensivbetten mit Beatmungsgeräte in Deutschland). Unweigerlich würde sich die Todesart an COVID 19- Erkrankten erhöhen. Es wäre aber auch für die vielen anderen Menschen ein Problem, die wegen einem anderen Leiden ins Krankenhaus müssen und dort keine adäquate Betreuung mehr erhalten können! (Unfallgeschädigte, Krebs- und Schlaganfallpatienten usw.)

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