München gibt 256 Mio. Euro für Beraterverträge aus

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Dezember 2019

Auf mehrere kleine Anfragen aus dem Bundestag hin hat die Bundesregierung Zahlen zu externen Beraterleistungen in den Ministerien veröffentlicht. Einer der Antworten zufolge haben sich die Ausgaben für Berater seit 2014 knapp vervierfacht. Es scheint so, als ob externe Unterstützerleistung für staatliche Einrichtungen zunehmend in Mode kommt. Bei der Stadt München werden entsprechende Daten seit längerem erhoben und einmal jährlich in nichtöffentlicher Sitzung getrennt nach den einzelnen Referaten in den entsprechenden Ausschüssen bekanntgegeben. Vor dem Hintergrund der offensichtlich zunehmenden Inanspruchnahme der externen Berater muss die Öffentlichkeit jedoch die Möglichkeit haben, die Ausgaben referatsübergreifend zu vergleichen und für den gesamten Zeitraum der aktuellen Regierung aus CSU und SPD zu erfahren. Wir sind der Meinung, dass externe Beraterleistungen als sinnvolle Ergänzung und Impulsgeber durchaus ihre Berechtigung haben, die aufgewendeten Summen allerdings im Verhältnis zu den gewonnen Kenntnissen stehen müssen.

Daher habe ich im Sommer 2019 eine Anfrage an den Oberbürgermeister gestellt. Die Antwort aus dem Dezember war eine große Überraschung. Den Journalisten zufolge war angeblich sogar der Oberbürgermeister überrascht. Was allerdings nicht für Ihn spricht. Schließlich hat seine Verwaltung die Kosten verursacht: 256 Mio Euro hat München in der aktuellen Wahlperiode für externen Sachverstand ausgegeben. U.E. natürlich viel zu viel!

Die tatsächlichen Ausgaben werden noch viel höher liegen, da wir nicht erfahren haben, was die stadteigenen Töchterunternehmen, wie. z.B. die Stadtwerke für Berater ausgegeben haben.

Lesen Sie hier einen ausführlichen Bericht in der Süddeutschen Zeitung.

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